Europa - Die große Corona-Erholung

Foto: Yamaha

Europa

Die große Corona-Erholung

Der europäische Motorradmarkt ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 zweistellig gewachsen. Die Top-Five-Märkte übertreffen dabei das Vor-Pandemie-Niveau. Wie der europäische Motorradherstellerverband Acem mitteilte.

Die Motorradzulassungen in den fünf größten europäischen Märkten – dazu gehören Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich – kletterten um 10,6 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2020 auf insgesamt 792.819 Einheiten.

Laut Verband hätten fast alle wichtigen nationale Märkte die im Frühjahr 2020 eingetretenen Covid-19-Störungen überwunden. In den ersten neun Monaten 2021 lag das Volumen deutlich über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Italien verzeichnete dabei den größten Zuwachs (plus 27,9 Prozent). Auch das Vereinigte Königreich, Spanien und Frankreich hätten sich gut entwickelt und seien um 13,5, 8,7 beziehungsweise 8,5 Prozent gewachsen. Lediglich in Deutschland gingen die Neuzulassungen im selben Zeitraum leicht zurück (minus 4,9 Prozent).

Das Moped-Segment (Kleinkrafträder und -roller bis 50 Kubikzentimeter Hubraum) blieb in den sechs erfassten europäischen Moped-Märkten Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande und Spanien im Vergleich zu den Vorjahreszahlen insgesamt stabil. Die Bilanz nach den ersten neun Monaten des Jahres 2021: insgesamt 206.751 Einheiten. Dies entspricht einem Minus von nur 0,2 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2020.

Laut dem Branchenverband erweist sich vor allem auch der direkte Vergleich der aktuellen Zulassungsdaten mit denen aus der Zeit vor der Pandemie als erfreulich. In ersten neun Monaten des Jahres 2021 wurden gut 60.000 Motorräder mehr zugelassen als 2019: 792.594 Einheiten (2021) versus 732.594 (2019). Das entspricht einem Plus von 8,2 Prozent. Der Mopedmarkt folgt bei dieser Vorpandemie-Betrachtung einem ähnlichen Muster: Im direkten Vergleich liegt das Jahr 2021 exakt 6,8 Prozent über dem Ergebnis des Jahres 2019.

Antonio Perlot, Generalsekretär der Acem, kommentierte die aktuelle Branchensituation wie folgt: „Die Branche war 2020 durch die Covid-19-Krise einem noch nie dagewesenen Druck ausgesetzt. Nun bestätigen die Zulassungszahlen für die ersten neun Monate 2021 eine Erholung des Marktes.“

Dieses Zwischenergebnis hätte sogar noch positiver ausfallen können, wenn nicht die weltweite Halbleiterknappheit den Automobilsektor beeinträchtigt und indirekt zu logistischen Verzögerungen bei der Produktion einiger Motorradhersteller geführt hätte.
 

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bike & business 1/2022

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